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Erfahrungen eines Covid19-Erkrankten

Berlin, 30. Mai 2020.

Es ist die Zeit der Lockerungen nach dem Lock-Down und wir alle wünschen uns unser Leben zurück, wie es vor Corona war. Dadurch, dass in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern Europas weniger Menschen an Covid verstorben sind, fühlt sich das SARS-CoV2 für viele Menschen gar nicht so gefährlich an. Manche hinterfragen die geltenden Hygienemaßnahmen wie Sicherheitsabstand und die Maskenpflicht, da sie ja n

Es ist die Zeit der Lockerungen nach dem Lock-Down und wir alle wünschen uns unser Leben zurück, wie es vor Corona war. Dadurch, dass in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern Europas weniger Menschen an Covid verstorben sind, fühlt sich das SARS-CoV2 für viele Menschen gar nicht so gefährlich an. Manche hinterfragen die geltenden Hygienemaßnahmen wie Sicherheitsabstand und die Maskenpflicht, da sie ja nicht zu der Risikogruppe gehören und die Wahrscheinlichkeit auf der Intensivstation zu landen zu gering erscheint. Dennoch hatten wir in Deutschland fast 180.000 Infizierte und viele von ihnen haben auch nach der Infektion - auch wenn sie nur leicht verlaufen ist - noch anhaltende Schäden.

So zum Beispiel Matthias H., 53 Jahre, freiberuflicher Perkussionist und Musiklehrer. Anfang März erkrankten er und seine Frau an Covid19. Die Symptome waren nicht so stark, dass die beiden ins Krankenhaus gemusst hätten: etwa leichtes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, leichte Atembeschwerden. Jedoch war das eine sehr beängstigende Situation und Panik, weil die beiden nicht wussten, wie sich der Verlauf entwickeln wird. Die Erkrankung ging nicht spurlos an Matthias vorbei: seitdem Virusbefall hat er so gut wie keinen Geschmacks- und Geruchssinn mehr. Letzteres tritt bei ca. fast 70% aller Covid-Kranken auf und ist zurückzuführen auf eine Infektion des Gehirns: der Bulbus olfactorius - der Riechkolben - der hinter der Stirn liegt und in dem unsere Geruchsnerven liegen, wird vom SARVS-CoV2 befallen. Meist ist der Ausfall nur vorübergehend und der Geruchs- und Geschmackssinn kommt nach einigen Tagen wieder, bei Matthias aber schon seit 9 Wochen nicht! Für ihn ist das eine enorme Einschränkung. Kein Essen schmeckt mehr, die Natur kann er nicht mehr riechen, nicht mal mehr seine Lieblingsmenschen.

Deswegen - auch wenn Matthias als Künstler durch die Corona-Maßnahmen auch finanziell in Schwierigkeiten geraten ist - er findet die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus sinnvoll: Zu Coronazeiten Solidarität zeigen - und Maske tragen.

Marina Efetova von MaskefürDich






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