WISSENSWERTES

zum Zweck und Umgang mit der #MaskeFürDich

ICH TRAGE MEINE #MASKEFÜRDICH, WEIL...

… ich mit ihr bei richtiger Anwendung helfen kann, die "Corona-Pandemie" einzudämmen. Allerdings nur, wenn ich mich an die übrigen Hygiene- und Abstandsregeln halte.

Fragen zu Masken?

Wir haben für Euch einige Antworten zusammengestellt.

Masken tragen – Macht das Sinn?

Wann und wie sollte ich eine Maske tragen?

Wer sollte eine Maske tragen?

"… SO EIN EINFACHER MUND-NASEN-SCHUTZ, DER SCHÜTZT AUF JEDEN FALL ANDERE …"

Prof. Alexander Kekulé, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Halle (Saale)

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Kekulés Corona-Kompass im MDR, Folge 9, 26.03.2020

"… DAS [IST] EINE GUTE ÜBERLEGUNG UND NOCH BESSERE GESTE SOWAS ZU TRAGEN IN DER ÖFFENTLICHKEIT …"

Prof. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin

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NDR Coronavirus-Update, Folge 19, 23.03.2020

Maske – Ja oder nein?

Der Mundschutz-Diskurs

Die Diskussion über die Nutzung von Masken durch die allgemeine Bevölkerung wird weltweit kontrovers geführt. Grund hierfür ist, neben einem unzureichenden Maß an wissenschaftlicher Evidenz für die präventive Anwendung von Community-Masken, die Sorge über die Zuspitzung von Lieferengpässen sowie Preisanstiegen, welche die essentielle Versorgung medizinischer Einrichtungen einschränken könnten.

Da die Eindämmung der COVID-19 Pandemie maßgeblich in unseren Händen durch die Einhaltung empfohlener Schutzmaßnahmen liegt, besteht dringender Bedarf diesen Diskurs zu klären und sinnvolle Empfehlungen abzuleiten (Leung et al., 2020).

Unsere Empfehlung lautet:

Nutzt selbst gemacht Masken und beachtet die Gebrauchshinweise – dann schützt Ihr durch den Schutz Eurer Mitmenschen auch Euch selbst.

Schauen wir uns an weshalb.

 

Wissenschaftliche Evidenz

Ein im März 2020 veröffentlichtes systematisches Review offenbarte eine unzureichende Evidenzlage bezüglich der Nutzung von Mund-Nasen-Masken durch die allgemeine Öffentlichkeit und die dringende Empfehlung zur Durchführung entsprechender Studien (Marasinghe, 2020).


Angenommen, die Nutzung der selbstgemachten Masken reduziert das Infektionsrisiko der Allgemeinbevölkerung, dann müsste dieser Nutzen gegen den etwaigen Schaden durch falsche Anwendung abgewogen werden. Da sich letzteres durch entsprechende Aufklärung deutlich vermindern lässt, bleibt die Frage welcher Nutzen selbst genähte Mund-Nasen-Masken bieten.

Kann ein selbst genähte Community-Maske sinnvoll sein ?

Eine selbst genähte, doppellagige Mund-Nasen-Maske kann einen sichtbaren Anteil der durch einen Vernebler erzeugten Tröpfchen zurückhalten. Die Größe dieser Tröpfchen liegt laut Herstellerangaben im Mikrometerbereich.

 

Hinweis:

Unser Video zeigt kein kontrolliertes wissenschaftliches Experiment, sondern liefert nur einen visuellen Hinweis dafür, dass eine selbst genähte Mund-Nasen-Maske die beim Atmen und Sprechen erzeugten Tröpfchen möglicherweise teilweise zurückhalten, und damit das Risiko einer Tröpfcheninfektion etwas verringern kann.

Weitere Fragen

Reduzieren Mund-Nasen-Masken das Infektionsrisiko?

Wird das Infektionsrisiko durch Masken erhöht?

Kann das Tragen einer Maske den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen?

Die Sorge vor der Zuspitzung von Lieferengpässen und Preisanstiegen

ZUSAMMENFASSUNG

Insgesamt sprechen die Daten aus unserer Sicht eher für eine Anwendung selbst genähter Mund-Nase-Masken in der allgemeinen Bevölkerung.

Alle anderen Schutzmassnahmen (Händehygiene, Abstand bei sozialer Interaktion, etc.) dürfen nicht etwa vernachlässigt, sondern müssen weiterhin beachtet werden.

Eine Ausnahme von unserer Empfehlung ist sicher der Spaziergang allein in der Natur – hier lohnt es sich vermutlich einfach einmal tief Durchzuatmen ...

Die aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) findet Ihr hier.

REGIONALE NETZWERKE

Schon längst geht es nicht mehr nur um den Schutz jeder einzelnen Person, sondern um den Schutz unseres Gesundheitssystems und der gesamten Grundversorgung. Mit jedem Tag nehmen die physischen und psychischen Belastungen für Ärzte und Ärztinnen, Schwestern und Pfleger, Rettungs- und Sicherheitskräfte, Personal in Supermärkten, Drogerien und Apotheken, Paket- und Essenslieferanten und vieler Anderer zu.

Jede und jeder Einzelne von uns kann mithelfen, diese Belastung zu verringern. Je weniger Menschen sich zur selben Zeit anstecken, desto weniger Menschen benötigen zur selben Zeit medizinische Hilfe. Masken können helfen, die Zahl der Ansteckungen zur selben Zeit zu verringern. Dadurch können erkrankte Personen besser oder überhaupt versorgt werden.


Die SARS-CoV-2 Pandemie stellt uns als Individuen, aber vor allem auch als Gesellschaft vor einer nie dagewesenen Herausforderung. Gleichzeitig wird sie jedoch auch zur Triebfeder für viele herausragende Initiativen, die auch über die Krise hinaus positiv auf unser Zusammenleben wirken können. Einer dieser Aspekte ist die Stärkung regionaler Netzwerke, welche das menschliche Zusammenleben über viele Jahrtausende geprägt haben.

 

Mit #MaskeFürDich wollen wir eine Plattform schaffen, die die Stärkung regionaler Netzwerke auch in der Zukunft erleichtern soll. Wir hoffen, dass das Tragen einer Maske "für Dich" zu einem Symbol für Zusammenhalt wird – dafür, dass wir auf unsere Gemeinschaft Acht geben.

WICHTIGER HINWEIS:
Wir übernehmen für den Nutzen selbst hergestellter Mund-Nasen-Masken (sog. "Community-Masken") keine Haftung. Selbst gemachte Masken sind nicht medizinisch geprüft oder zertifiziert. Träger der beschriebenen „Community-Masken“ können sich nicht darauf verlassen, dass diese sie oder andere vor einer Übertragung von SARS-CoV-2 schützen. Tragen allerdings viele Menschen eine Community-Maske, können sie damit einen Beitrag zur Reduzierung der weiteren Ausbreitung von SARS-CoV-2 leisten.

#MaskeFürDich ist ein privates Informationsprojekt und unterliegt der CC BY-SA 4.0 Lizenz.